Reise in die Bretagne 2015

Die Reise geht los
Von Daheim bis Pléneuf-Val-André
  Datum Tag Nr. KM Stand
Auto
KM
Etappe
KM
Total
KM Wowa
Etappe
KM Wowa
Total
KM Ausflüge
Etappe
KM Ausflüge
Total
Start Mi 26.08.2015 1 74975   0   0   0
Ende Di 01.09.2014 7 76460 1485 1485 1361 1361 124 124

26.08.2015 - Auf zur ersten, richtigen Urlaubsreise! Fünf Testtage in Churwalden haben wir ja schon hinter uns. Und da hat es kräftig geregnet und bei einem Fenster kam das Wasser in rechten Bächen herein. Deshalb geht unsere Tour erst einmal Richtung Osten zum Händler zwecks Abdichtung des Fensters. Während die Arbeit erledigt wird, geniessen wir unser Mittagessen und kaufen noch Vorräte ein, Essen, ein paar Küchenuntensilien und Wein (der vorberetete steht daheim!).
Um 15 Uhr können wir mit dem nun hoffentlich dichten Fenster in Richtung Westen fahren. Rund zwei Stunden später sind wir nach einer angenehmen Fahrt auf dem CP in Kirchzarten. Es hat jede Menge Platz, wir suchen uns eine schöne Parzelle und richten uns für die Nacht ein.

27.08.2015 - Nach einer geruhsamen Nacht ziehen (auch im wahrsten Sinn des Wortes!) wir weiter Richtung Westen. Mit Tempo 85 verläuft die Reise recht angenehm, keine hektischen Überholvorgänge, wir fahren Lastertempo. Allerdings ist das Licht etwas diffus, die ungewohnte Fahrerei mit Anhänger ist doch etwas anstrengend. So schalten wir zwischendurch "Power-Naps" ein und beenden die heutige Fahrt bereits auf dem CP in Dole. Und dann beschehrt uns Miraculix seine erste Überraschung: die Alde Heizung ist tot! Ein Telefon zum Händler und die Prüfung aller Sicherungen bringen keinen Erfolg. Wir erhalten aber eine Telefonnummer von Alde Deutschland und hier auf dem CP die Adresse einer Reparaturwerkstatt. Beide haben aber schon Feierabend, so müssen wir bis morgen warten. Wenigsten sind die Sanitäranlagen mit warmem Wasser ausgerüstet..

Nach Cepoy   4 Bilder
28.08.2015 - Punkt 8 Uhr rufe ich die Nummer von Alde an. Es meldet sich aber Truma und gibt mir die Nummer von Alde. Aber bitte nicht vor 9 Uhr anrufen, vorher ist dort niemand! Ich warte brav und um 9 Uhr verweist mich Alde aufs Internet, dort würde ich alle Servicestationen in Europa finden. Gut hat man immer und überall Internetanschluss, vorausgesetzt, man ist Besitzer eines Eifones oder eines anderen intelligenten Handys. Habe ich weder noch, aber auf dem CP gibts WiFi. Ich finde den Vertreter in Dijon. Ja ja, er vertritt Alde, aber Reparaturen macht er nicht, da muss ich mich an eine Werkstatt in der Nähe von Schevräh-Schamberäng wenden. Wie man das richtig schreibt, finde ich auch noch heraus, und damit auch die Telefonnummer der Werkstatt. Ich rufe an und höre, dass sie von 8 bis 18 Uhr offen hat und ich möge doch bitte nach dem Pfeifton eine Meldung hinterlassen. Wir fahren einfach mal hin. Der Mechaniker hört sich meine Geschichte an und meint - sehen wir mal! Wie wir in den Wowa steigen und aufs Steuerpanel schauen, leuchtet das Ding in alter Frische! Doch der abgeklärte Meister ist gar nicht überrascht und hängt den Wowa elektrisch vom Zugfahrzeug ab. Jetzt bin ich wieder beruhigt, das Display ist tot! Er prüft alle schon von mir geprüften Sicherungen, alle sind ok. Dann baut er die Schublade über der Heizung aus und kommt so an drei weitere Sicherungen der Alde Heizung. Und tatsächlich, eine ist defekt. Austauschen und alles ist i.O.! Kosten 10 Euro, 50 Cent für die neue Sicherung, 9.50 für "Gewusst wo". Froh setzen wir unsere Tour fort und fahren noch bis Cepoy auf den CP. Und hier geniessen wir zum ersten Mal den Vorteil eines Gespanns - Wowa abstellen und mit dem Auto problemlos in die Stadt fahren und einkaufen. Keine Teppichstangen mehr, die uns die Zufahrt versperren!

29.08.20154 - Ein Tag ohne Probleme oder Überraschungen!!! Wir können einfach fahren! Zuerst Autobahn, dann eine Strecke quer durchs Land auf gut ausgebauten Überlandstrassen, ab Le Mans wieder Autobahn bis kurz vor den CP in Brûlon.

Nach Pléneuf-Val-Andre   6 Bilder
30.08.2015 - Endspurt! Bis Rennes geht es auf der Autobahn flott voran. Dann folgen wieder Überlandstrassen, auf denen wir zügig weiter kommen. Doch dann schickt uns das Navi quer durchs Gemüse, lauter kleine, enge Strassen, ab und zu ist Schritttempo angesagt. Positiv ist, ich bekomme recht viel Übung im Gespannfahren.
Beim angepeilten CP Chateau de Galinee ist die Reception noch bis 14 Uhr zu. Wir nützen die Wartezeit und inspizieren den Platz. Schön gelegen, aber alle Parzellen sind vom Regen der letzten Tage durchnässt und matschig. Das passt uns nicht, wir fahren nach Pléneuf-Val-André. Hier liegt der CP auf einem Hügel über dem Ort. Die grossen Parzellen sind relativ trocken. Das passt und wir planen, fürs Erste mindestens eine Woche zu bleiben. So richten wir uns denn ein, Sackmarkiese ausrollen und fixieren, Front- und Seitenteile des Vorzeltes montieren, Bodenteppich mit Spannhaken versehen und auslegen, Frischwassertank mit Hilfe der Giesskanne auffüllen, Strom anschliessen. Fertig, wir können uns ausruhen!

Pléneuf-Val-Andre   7 Bilder
31.08.2015 - 8 Uhr 45! Zwanzig vor neun! So lange haben wir schon lange nicht mehr geschlafen. Wir wachen also gerade rechtzeitig auf um an der Reception unser gestern bestelltes Baguet abzuholen.
Es ist ein trüber Tag, so verbringen wir die Zeit damit, uns sozusagen häuslich einzurichten. Ich mache einen vergeblichen Versuch, die Satellitenschüssel aufzustellen und anzuschliessen, irgendetwas stimmt nicht. Dann muss noch der Vorrat an Essen aufgestockt werden.
Am Nachmittag raffen wir uns zu einem kleinen Rundgang durch Pléneuf auf. Es ist Montag, viele Läden sind geschlossen. Es herrscht Ebbe, am Ende des Ortes, bei der Ile du Verdelet sind reihenweise Leute an der Pêche à Pied, dem Zu-Fuss-Fischen. Sie suchen nach Muscheln, Krebsen, Langusten und sonstigen Tieren, die die Ebbe zurück gelassen hat.

Ausflug nach Lermont    9 Bilder
01.09.2015 - Wir wagen uns auf unseren ersten Ausflug, eine kleine Wanderung bei Lermot. Die Fahrt ist kurz, vom Plage de Lermot aus wandern wir zum Point des Guettes. Der schmale Pfad führt auf den steilen Klippenhoch hoch über dem Meer entlang, teilweise durch dichtes Buschwerk. Unter uns das Meer, das sich langsam aber sicher zurück zieht. Der Point des Guettes bietet eine herrliche Rundsicht von St. Brieuc bis nach Pléneuf-Val-Andre. Ein kurzes Stück weiter machen wir auf einer Bank Rast und geniessen eine kleine Mahlzeit.
Nach dem Rundgang besuchen wir noch den Plage de Bon Abri, einen breiten Sandstrand. An un für sich nichts besonderes, doch plötzlich wird die Ruhe durch laute, fahrende Monster gestört - hochbeinige Traktoren und Kreuzungen aus Boott und Traktor. Es sind Muschelfischer, die zu den trocken gelegten "Feldern" hinaus fahren. Was sie dort anstellen, können wir leider nicht erkennen, sie sind zu weit weg.


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Erstellt: 03.09.2015